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Erich Kästner-Gesamtschule Kirchlengern
In der Mark 30
32278 Kirchlengern 

 

Suchtprävention an der EKG

Schüler informieren sich beim Suchtpräventionstag

 

Kirchlengern (g-h) Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Essstörungen und Mediensucht sind ein großes Problem in allen Bevölkerungsschichten. Um dem entgegen zu wirken, versucht die Erich Kästner-Gesamtschule durch ihren Suchtpräventionstag umfangreiche Aufklärungsarbeit zu leisten: Schon seit elf Jahren veranstaltet die Schule für den achten Jahrgang einen Schultag rund um die Themen „Genuss, Missbrauch und Abhängigkeit“. Auf fast jeder Feier wird Alkohol getrunken, immer mehr Jugendliche verbringen ihre Freizeit vor einem Bildschirm oder haben eine krankhafte Essstörung. Die Gefahr süchtig zu werden ist groß und Suchtkranke gibt es überall. Wann beginnt die Sucht und wo gibt es Hilfsangebote für Suchtkranke? Dipl. Sozialpädagogin Margret Albsmeier und die Lehrerinnen Regine Steffen und Melanie Görge laden jedes Jahr Fachkundige in die Schule ein. Auf einem Rundweg wurden sechs Stationen aufgebaut, an denen zu jeder Suchtart von Betroffenen oder Institutionen ausführlich Erfahrungen weitergegeben wurden. Anwesend waren Eva Liesche und Uwe Holtmann von der Fachstelle für Suchtprävention Herford, Silvia Neldner von der Mädchenberatungsstelle Femina Vita, Frank Dunsche, Medienpädagoge und Frank Nestroy.

In der Küche probierten die Schüler selbsthergestellte alkoholfreie Cocktails. Unter der Anleitung von der Diätassistentin Jana Müller und Nicole Kreft (Ärztenetzwerk MuM) wurden leckere Getränke aus Säften gemixt, die dann auf der nächsten Party als gesunde Alternative gleich ausprobiert werden können, denn die Rezepte durften die Schüler/innen mitnehmen. Die Lebensmittel für die „Party Time“ in der Schulküche wurden von einem benachbarten Lebensmittelmarkt Edeka Wehrmann gesponsert und die Mitarbeiterinnen der MuM wurden von der AOK finanziert. Wie schnell man in ein Suchtverhalten kommen kann, erklärte der inzwischen trockene Alkoholiker Egon Tödtmann vom „Freundeskreis Suchtkrankenhilfe“ sehr eindruckvoll. „Ich fand es sehr interessant, dass die Betroffenen so offen und ehrlich über alles reden konnten. Davor habe ich großen Respekt!“ bemerkten die Schüler und Schülerinnen und sie waren sich einig, dass dieser direkte Kontakt und die Lebens- und Leidensgeschichten aus erster Hand sehr viel gebracht haben und sehr berührend waren.  Viele waren überrascht wie schnell der Alkoholkonsum zur Sucht werden kann und wie schädlich das für den einzelnen Menschen ist. Viele ehemalige Suchtkranke leiden auch nach jahrelanger Abstinenz noch an den Spätfolgen, denn nicht nur bei Alkoholkonsum, sondern auch bei anderen Drogen werden die menschlichen Organe geschädigt. Was bewirkt ein Suchtpräventionstag bei den Schülern? Margret Albsmeier bemerkte abschließend: „Sicherlich schauen die Schüler jetzt mit einem anderen Blick auf das eigene Verhalten und das von Freunden. Viele wurden wachgerüttelt und waren schockiert. Dem Suchtpräventionstag ging ein Elternabend zum Thema Mediensucht voraus. Wichtig ist auch, dass Eltern ihre Kinder im Auge behalten und ein Suchtverhalten erkennen können.“ 

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