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Erich Kästner-Gesamtschule Kirchlengern
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Die 7. Klassen der Erich Kästner-Gesamtschule zu Besuch bei der Recyclingbörse Herford

Schülerinnen der Klasse 7a bei der Recyclingbörse

Herford. „Recyclingbörse“ – das klang für die meisten Schülerinnen und Schüler erst mal nach etwas, mit dem sie nicht so viel anfangen konnten. Was mag in einer Recyclingbörse wohl vor sich gehen? Die Antworten ergründeten die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen der Erich Kästner-Gesamtschule Kirchlengern in kleinen Gruppen an unterschiedlichen Tagen in ihrer Projektwoche vor den Osterferien.

Die Antworten kamen schnell und waren geprägt von Abwechslungsreichtum. Es galt, sich nicht bloß durch Vorträge „berieseln“ zu lassen, sondern selbst tätig zu werden.  In den Gruppen bestand der Auftrag der Kinder beispielsweise mal darin, alte Handys zu demontieren und ihre Bestandteile zu sortieren. Ein anderes Mal ging es darum, gespendete Kleidungsstücke auf ihre Brauchbarkeit und ihre weitere Verwendung zu prüfen. Auch Fahrräder wurden kritisch begutachtet und fachmännisch auseinandergenommen. Man könne grob sagen, dass man aus drei angelieferten Fahrrädern ein neues zusammenmontieren kann, informierte ein Mitarbeiter der Recyclingbörse die wissbegierigen Kinder.

Dass Möbel, aussortierte Haushaltsgegenstände, alte Fahrräder und weggeworfene Handys nicht „zum alten Eisen“ gehören, sondern mit einem unglaublichen Potenzial zur Wiederverwertung aufwarten, hätten die meisten Schüler vor dem Besuch in der Recyclingbörse nicht gedacht. „Das sieht doch noch voll schön aus“, meinte eine Schülerin der Klasse 7a, als sie sich mit dem Geschirr einer Haushaltsauflösung konfrontiert sah. Dass die Schüler den gespendeten Sachen noch einen hohen Wert zumaßen, wurde auch bei der Festlegung der Wiederverkaufspreise deutlich: „Zwei Euro würde ich für diesen kleinen Glasvogel bezahlen!“ Man einigte sich dann auf 90 Cent.

Besonders beeindruckt zeigten sich die Schüler jedoch davon, dass man aus dem Krimskrams und Schrott, den sich vermutlich kaum jemand noch ins Regal oder in den Schrank stellen würde, auch etwas herstellen kann, was die bisherige Nutzungsabsicht der Gegenstände völlig in den Schatten stellt. In der Form des kreativen Upcyclings entstanden künstlerisch und ästhetisch hochwertige und vor allen Dingen einmalige Produkte wie Stühle, Stofftaschen oder Möbelstücke. Manche von ihnen schafften es sogar, sich in Kunstausstellungen zu präsentieren. „Dass man das aus Sachen herstellen kann, die Leute wegwerfen, hätte ich jetzt nicht gedacht!“, meinte ein Schüler.

Besonders wichtig war den Schülerinnen und Schülern aber die Erkenntnis, dass Recycling in erster Linie nicht bloß was für finanzschwache Leute ist. „Recycling bedeutet Umweltschutz. Man kann die ganzen Ressourcen viel besser nutzen“, erklärte ein Mitarbeiter. Dieser Aspekt brachte die Schülerinnen und Schüler, aber auch die begleitenden Lehrkräfte zum Nachdenken. Am Ende war man sich schnell einig: Eine Recyclingbörse ist eine gute Sache, die man unterstützen sollte – nicht zuletzt der Umwelt wegen.

 

Text: Florian Rüde, Erich Kästner-Gesamtschule Kirchlengern

 

 

Die Schüler beteiligten sich aktiv und neugierig am Recyclingprozess.
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