Unterrichtsprojekte
HipHop-Workshop des 10. Jahrgangs
Omid Pouryousefi, bekannt unter dem Namen „Dr. Hope“ von der Guru-Musicschool aus Bochum, gab in dieser Woche an der Erich Kästner-Gesamtschule einen spannenden Workshop zum Thema HipHop.
Der Stundenplan für 9 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs sah mal ganz anders aus als sonst. Krasse, phantasievolle, warnende und Mut machende Gesangsreime (Raps) zum Thema „Nichtrauchen“ wurden selbst erarbeitet. Dr. Hope trainierte die 15-17-jährigen in Sachen Gesang, Rhythmus und passende Wortwahl. Die Schüler/innen bastelten am Computer eigene Beats zusammen, nahmen ihre Stimmen auf und erstellten so einen eigenen Track.
Die Landesinitiative NRW „Leben ohne Qualm“ (LOQ) übernimmt die Kosten für den Workshop im Rahmen der Suchttage des Kreises vom 09. bis 22. November. Die Teilnehmer Miriam Bell, Angelika Neufeld, Marcel Nitz, Rudolf Ortner, Julian Hofmann, Tim Grospitz und Faisal Adamu sind die Einzigen aus dem Kreis Herford, die an diesem Wettbewerb teilnehmen. Omid war begeistert über den Einsatz der Jugendlichen: „Sie sind cool und super bei der Arbeit. Sie hätten den Preis verdient!“
Bis zum 31.12. werden alle Beiträge beim Land eingereicht. Regine Steffen, Suchtprophylaxelehrerin an der EKG, hofft für die Aktiven, dass sie einen Bühnenauftritt im großen Rahmen im Frühjahr 2010 gewinnen. Es winken außerdem attraktive Preise, wie ein Notebook, Kameras oder Geldpreise. Bilder und Texte von der Preisverleihung sind dann unter www.loq.de zu finden.

Bonjour! Das France-Mobil
Was ist France-Mobil? Ein bisschen Frankreich auch bei uns!
12 France-Mobil Lektoren fahren jedes Jahr durch Deutschland und bringen Spaß an der französischen Sprache in den Unterricht. Frau Rolfes sorgt dafür, dass dieser besondere Unterricht auch bei uns in Kirchlengern stattfindet. Durch den Einsatz des France-Mobils wird der deutsch-französische Austausch an unserer Schule gefördert und ausgeweitet.

Eine französische Referentin oder ein Referent präsentiert den Schülerinnen und Schülern für einen Vormittag Frankreich und die französische Sprache auf ansprechende Weise. Die Schüler lernen so einen Muttersprachler kennen und erhalten ein aktuelles Bild Frankreichs, losgelöst von jedem Lehrbuch.
Immer wieder ist festzustellen, dass das Treffen einen "echten Franzosens" alle Schüler motiviert und Unentschlossene ermutigt, das Fach Französisch bei uns zu wählen.
Schüler glauben häufig zu Unrecht, dass sie sich noch nicht in der französischen Sprache ausdrücken können. Zusammen mit den France-Mobil ReferentInnnen mobilisieren sie all ihre Kenntnisse über Frankreich und plaudern auch in der Fremdsprache.
Am Ende des spannenden Vormittags ist jeder erstaunt, in wie vielen Ländern doch Französisch gesprochen wird und welche Vorteile es hat, diese schöne Sprache zu beherrschen. 
Beispielhafte Kooperation
EKG Kirchlengern – Paul Hettich GmbH & Co KG

Ausbildungsmeister Heinz-Hermann Schmidt erklärt Lina Adler die richtigen Lötverbindungen
Neu an der Erich Kästner-Gesamtschule: Jetzt wird der Technikunterricht sogar durch Hettich-Mitarbeiter vor Ort mit gestaltet.
Zusammen mit Technik-Lehrer Friedhelm Blöbaum erarbeiteten die Neuntklässler aus dem Wahlpflichtfach Arbeitslehre / Technik an einem Projekt zur Metallbearbeitung. Aus verschiedenen Metallen wurde ein wetterfester Vogel gebaut.. „Ziel ist es, die Jugendlichen noch stärker aus der Sache heraus zu motivieren und authentischer an die technischen Berufe heranzuführen“ so Abteilungsleiter Blöbaum. Der Ausbildungsmeister der Firma Hettich für den Metallbereich Heinz-Hermann Schmidt und die Azubis Daniel Scheling und Friederike Beermann gaben den Schülern wertvolle Tipps bei der Herstellung ihres kleinen Kranichs.
Bereits zum vierten Mal haben die Erich Kästner-Gesamtschule Kirchlengern und die Firma Hettich das bewährte Projekt in der Ausbildungswerkstatt des Betriebs durchgeführt. Dieses Kooperationsprojekt zwischen der Schule und dem Betrieb/Unternehmen ist schon ein wichtiger Bestandteil des Schulprogramms. Es trägt ganz wesentlich zur Förderung von Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf den Übergang von der Schule in den Beruf bei. Ausgewählte Schülerinnen und Schüler des 8. Jahrganges lernen und arbeiten dabei über einen Zeitraum von ca. 10 Wochen am Nachmittag (ab der 7. Stunde) im Ausbildungszentrum der „Paul Hettich GmbH & Co KG“. Sie werden dabei von einem erfahrenen Lehrer der EKG Kirchlengern – Roland Drossert – sowie von Ausbildern und einigen älteren Auszubildenden des Betriebes begleitet und angeleitet.
Wie in jedem Jahr war auch diesmal das Interesse der Schülerinnen und Schüler an diesem Projekt sehr groß. Geplant war, einen elektronischer „Zauberwürfel“ zu bauen. Bei diesem Würfel leuchtet eine bestimmte Augenzahl mittels Leuchtdioden auf, wenn man auf einen Taster drückt. Die angezeigte Augenzahl wird durch das Zufallsprinzip bestimmt und ist daher von Versuch zu Versuch unterschiedlich.
Beim Bau dieses Würfels waren Arbeiten aus den Bereichen Metallbearbeitung und Elektronik durchzuführen. Aus diesem Grund wurden die zehn Teilnehmer vor dem Start in zwei Fünfergruppen eingeteilt.
Im Vorfeld hatten die für ihren Bereich jeweils zuständigen Ausbildungsmeister der Firma Hettich Heinz-Hermann Schmidt und Frank Varga (beide Metall) und Klaus-Dieter Heibrock und Frank Fischer (beide Elektronik) mit zwei erfahrene Auszubildende aus den jeweiligen Ausbildungsbereichen das Projekt besprochen und durchgeplant.
Anfang Februar starten neun Jungen und ein Mädchen aus dem Jahrgang 8 mit dem Vorhaben. Eine Fünfergruppe begann ihre Arbeit in der Ausbildungswerkstatt für Metall und die andere in der Ausbildungswerkstatt für Elektronik.
Die Jugendlichen wurden bei den Arbeiten hauptsächlich jeweils von zwei erfahrenen Auszubildenden aus den beiden Ausbildungsbereichen angeleitet und betreut.

Der Azubi Michael Waletzko (links) gibt dem Schüler Michael Barabanov Ratschläge, wie man die elektr. Bauelemente auf die Platine lötet.
Im Metallbereich waren es Tobias Nett und Sascha Kreft und in der Elektronikwerkstatt Tobias Schwabe und Michael Waletzko.
In der Metallwerkstatt wurde das Gehäuse für den Zauberwürfel erstellt. Es sollte aus Metall und Kunststoff bestehen. Bei der Erstellung mussten die Schüler verschiedene werkstoff- spezifische Bearbeitungstechniken wie Anreißen, Sägen, Feilen, Bohren, Senken und Gewindeschneiden anwenden. Ein Teil der Arbeiten wurde an den in der Werkstatt stehenden Maschinen durchgeführt. Anschließend wurden die zugearbeiteten Einzelteile zu einem Gehäuse montiert.
In der Elektronikwerkstatt lernten die Schüler verschiedene elektronische Bauteile
und ihre Funktionsweise kennen. Daran schloss sich ein Lehrgang an, in dem es um die Durchführung einfacher Lötübungen ging. Mit den neu gewonnen Kenntnissen und Fertigkeiten ging es nun daran, die einzelnen elektronischen Bauteile auf eine Platine zu
löten. Danach überprüften die Schüler, ob das „Herzstück“ des Würfels fehlerfrei lief.
Zum Schluss musste die Elektronik in das Gehäuse integriert werden.
Am letzten Projekttag nahm jeder Teilnehmer stolz und zufrieden einen funktionierenden „Zauberwürfel“ mit nach Hause.
Am 18.05. sind dann noch einmal die Technik-Lehrerinnen und Lehrer der EKG gefordert. Sie arbeiten einen Tag in der Ausbildungswerkstatt des Kooperationsbetriebs, um die Schüler mit Erfahrungen und Informationen aus erster Hand auf den Berufsalltag vorbereiten zu können.