Lernstandserhebungen Jg 8 Info
Zentrale Lernstandserhebungen (Vergleichsarbeiten) in der Jahrgangsstufe 8 im Schuljahr 2011/12
Informationen für Eltern
Was sind zentrale Lernstandserhebungen?
In Nordrhein-Westfalen werden in den Jahrgängen 3 und 8 „Zentrale Lernstandserhebungen“ durchgeführt. Lernstandserhebungen sind ein Diagnoseverfahren, durch das Lehrkräfte wertvolle Hinweise über Stärken und Schwächen ihrer Klassen in ausgewählten Lernbereichen erhalten. Sie sind somit keine Klassenarbeiten und sie werden nicht benotet.
Lernstandserhebungen werden in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt. Schulen, die Französisch ab Klasse 5 als sog. erste Fremdsprache unterrichten, können entscheiden ob sie alternativ im Fach Französisch statt Englisch an den Lernstandserhebungen teilnehmen.
Warum werden Lernstandserhebungen durchgeführt?
Entsprechend der Ergebnisse kann der Unterricht beibehalten, angepasst oder in bestimmten Bereichen zur gezielten Förderung ausgebaut werden. Darüber hinaus ermöglichen Lernstandserhebungen eine schulübergreifende Standortbestimmung. Kollegien können Ergebnisse mit denen anderer Schulen vergleichen. Bezogen auf einzelne Schülerinnen und Schüler bieten sie eine Orientierung über den jeweils erreichten Lernstand, beispielsweise ob ein Kind in der Lage ist, Aufgaben der getesteten Bereiche auf einem bestimmten Niveau hinreichend sicher zu lösen.
Welche Kompetenzen werden untersucht?
Die Lernstandserhebungen orientieren sich an den nationalen Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz sowie an den in den nordrhein-westfälischen Kernlehrplänen beschriebenen Kompetenzen, die von den Schülerinnen und Schülern erreicht werden sollen. Die Aufgaben zielen dabei nicht auf die Überprüfung dessen, was die Schülerinnen und Schüler in den unmittelbar vorangegangen Unterrichtsstunden gelernt haben. Stattdessen wird untersucht, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schülerinnen und Schüler langfristig im Unterricht erworben haben und inwieweit sie diese anwenden können.
Es werden drei unterschiedliche Testhefte eingesetzt. Version A richtet sich an die Grundkurse der Hauptschulen und Gesamtschulen, Version B an die Realschulen sowie Erweiterungskurse der Hauptschulen und Gesamtschulen und Version C an die Gymnasien.
Wie erfolgt die Auswertung?
Die Aufgabenhefte der einzelnen Schülerinnen und Schüler werden von den Lehrkräften der Schule ausgewertet. Es stehen dazu zentrale Korrekturhinweise zur Verfügung. Die Klassen- und Schulergebnisse werden in einem nur für die Lehrerinnen und Lehrer zugänglichen Internetarbeitsbereich aufbereitetet und ausgewertet.
Wie erfolgt die Information der Schülerinnen und Schüler?
Kurzfristiges Üben von Aufgaben und die Anschaffung spezieller Materialien sind nicht erforderlich, weil mit der Lernstandserhebung herausgefunden werden soll, über welche grundlegenden Kompetenzen die Kinder verfügen. Bitte bestärken Sie Ihr Kind, bei den Lernstandserhebungen sein Bestes zu geben. In der Schule werden die Schülerinnen und Schüler über den Ablauf und die Anforderungen der Lernstandserhebungen informiert und im Unterricht mit den Aufgabenformaten vertraut gemacht.
Wie werden die Eltern über die Ergebnisse ihrer Kinder informiert?
Die Ergebnisse Ihres Kindes erfahren nur Sie als Erziehungsberechtigte sowie die Lehrkräfte. Die Vorgaben des Datenschutzes werden selbstverständlich eingehalten. Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern erhalten nach Auswertung der Lernstandserhebung durch die Schule eine Rückmeldung sowohl über die individuellen Ergebnisse als auch die Ergebnisse der Klasse und der Schule. Diese Informationen sind eine ergänzende Grundlage für Gespräche mit den Lehrkräften über den Lernstand Ihres Kindes. Sie helfen Stärken zu erkennen und können zeigen, wo weitere Förderung und Unterstützung angebracht sein könnten.
Über das Abschneiden der Schule im Vergleich zu den landesweiten Vergleichswerten sowie über ggf. eingeleitete Maßnahmen zur Unterrichtsentwicklung berichtet die Schulleitung in der Schulkonferenz.
Wer nimmt an den Lernstandserhebungen teil?
Die Teilnahme an den Lernstanderhebungen ist für alle Schülerinnen und Schüler der achten Klassen verpflichtend. Ausgenommen werden können Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und jene, die weniger als zwölf Monate in Deutschland leben und die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen. Deren Teilnahme liegt im Ermessen der Schule.
Wann finden die Lernstandserhebungen 2012 statt?
Die Lernstandserhebungen finden an den folgenden Terminen statt:
Deutsch: 24. Februar
Englisch bzw. Französisch: 28. Februar
Mathematik: 1. März
In besonderen Ausnahmefällen können Schulen von den zentralen Terminen nach Absprache mit der Schulaufsicht abweichen.
Was geschieht mit den Aufgabenheften?
Die Aufgabenhefte verbleiben nach der Durchführung zunächst bei der Schule. Erziehungsberechtigte erhalten auf Wunsch Einblick in die Hefte ihrer Kinder. Nach Ende des folgenden Schulhalbjahres erhalten die Schülerinnen und Schüler die Hefte zurück.
Wer hat die Aufgaben entwickelt?
Die Lernstandserhebungen in Klasse 8 werden in einem gemeinsamen Projekt der Kultusministerkonferenz vorbereitet und länderübergreifend durchgeführt. Die Aufgaben werden von Schulpraktikern gemeinsam mit Wissenschaftlern entwickelt und in ausgewählten Schulen erprobt. Die wissenschaftliche Leitung liegt beim Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB).
Wo gibt es weitere Informationen?
- an der Schule von den Lehrkräften,
- im Internet:
§ IQB: http://www.iqb.hu-berlin.de,
§ Schulministerium: www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/lernstand8/
- im Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 20.12.2006, im Netz zugänglich unter der o. a. Adresse des Schulministeriums.