Gesamtschule Kirchlengern

Gesamtschulen wird eine Fülle von Vorurteilen entgegengebracht.

Gegen diese Vorurteile können wir nur unser Konzept und unsere Leistungen setzen. Natürlich sind wir bereit, mit Ihnen über unsere Schule zu sprechen und noch lieber zeigen wir Ihnen vor Ort, welche Möglichkeiten Ihr Kind bei uns hat.

Mit einigen Vorurteilen beschäftigen wir uns hier und hoffen auf ein Gespräch mit Ihnen:

Vorurteil:
Der Besuch einer Schule im gegliederten Schulsystem (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) ist der sichere und klare Weg zum Schulabschluss.


Richtig ist:
Im gegliederten Schulsystem werden Schullaufbahnen auch bei vorübergehenden Leistungseinbrüchen oft durch Schulwechsel abgebrochen. Die psychischen Folgen und die Wirkungen auf die Lernmotivation sind in der Regel negativ. „Schulversagen“ ist eine schlechte Lebenserfahrung, deshalb setzt die Gesamtschule auf Förderung und Beratung, niemand muss die Schule verlassen. Die Gesamtschule bietet also einen sicheren und klaren Weg zum Schulabschluss und beachtet in besonderer Weise die individuellen Belange des Kindes.


Vorurteil:
An Gesamtschulen wird zu wenig gelernt
.

Richtig ist:
An Gesamtschulen erreichen mehr Schülerinnen und Schüler mittlere und höhere Abschlüsse. Es verlassen kaum Schülerinnen und Schüler die Gesamtschule ohne Schulabschluss. Nur verschwindend wenig Schülerinnen und Schüler wiederholen ein Schuljahr. Soziale Benachteiligungen werden in einem erheblichen Umfang abgebaut. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bisher keinen Anhaltspunkt dafür geliefert, dass in Gesamtschulen weniger gelernt wird. In NRW werden die Leistungen durch „Lernstandserhebungen“ in allen Schulformen verglichen. Dabei sind die Ergebnisse der Gesamtschulen positiv.
Übrigens wurden die besten Ergebnisse innerhalb der Pisa-Studie an Schulen erreicht, die dem Gesamtschulsystem ähnlich sind.

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Vorurteil: 

Die Gesamtschulen überfordern schwächere Schülerinnen und Schüler und unterfordern stärkere Schülerinnen und Schüler.

Richtig ist:

Fachleistungskurse und Wahlpflichtkurse ermöglichen die Anpassung der Schullaufbahn an die individuelle Schülerleistung. Die Lehrpläne bestehen in allen Fächern aus einem Grundplan (Grundanforderungen) und einem Erweiterungsplan (Zusatzanforderungen). Sie verpflichten den Lehrer in jedem Fach, die Leistungsanforderungen am einzelnen Schüler auszurichten.

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Vorurteil:
Eltern haben keinerlei Einfluss auf den Abschluss ihres Kindes.

Richtig ist:

Gesamtschulen legen sehr viel Wert auf die Zusammenarbeit mit den Eltern. Der Übergang von einem Grundkurs in einen Erweiterungskurs ist jeweils nach einem Schuljahr möglich. Die Schule berät die Eltern und unterstützt die Kinder durch Förderunterricht.

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Vorurteil:
Die Leistungen der Gesamtschülerinnen und -schüler werden weniger streng bewertet.

Richtig ist:

Keine Schulform steht so unter öffentlicher Kontrolle wie die Gesamtschule. Wer kontrolliert die anderen Schulformen in diesem Ausmaß? Für alle Schulformen gelten die gleichen Regelungen für die Leistungsbewertung. Die Höhe der Leistungsanforderungen ist durch die Lehrpläne festgelegt. Durch Vergleichsarbeiten, Lernstandserhebungen, teilzentrale Abschlussprüfungen und letztlich durch das Zentralabitur unterliegen alle Schulformen den gleichen Maßstäben.
Richtig ist auch, dass auf der Grundlage von Förderung und Unterstützung auch klare Leistungserwartungen an die Schülerinnen und Schüler gerichtet werden.

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Vorurteil:
Wir brauchen nicht noch mehr Schülerinnen und Schüler mit höheren Abschlüssen.

Richtig ist:

Je höher der Schulabschluss, desto besser die Berufschancen. Die Entwicklung der Arbeitswelt und eine sinnvolle Freizeitgestaltung verlangen ein höheres Maß an allgemeiner Grundbildung für alle. An Gesamtschulen werden durch individuelle Förderung die Grundschulgutachten häufig positiv widerlegt: Schülerinnen mit Realschul-Prognose gehen in die gymnasiale Oberstufe über. Eltern möchten ihren Kindern Zukunftschancen eröffnen. Die Gesamtschule unterstützt dieses Ziel durch die optimale Ausschöpfung der Möglichkeiten.

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Vorurteil:
Das bisherige Schulsystem ist durchlässig genug.

Richtig ist:

Die Durchlässigkeit im vertikal gegliederten Schulwesen funktioniert fast ausschließlich von oben nach unten (vom Gymnasium über die Realschule zur Hauptschule). Aufstiege sind die Ausnahme. Durchlässigkeit erreicht die Gesamtschule, indem alle Schullaufbahnen innerhalb des einen Systems zu durchlaufen sind.

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Vorurteil:
Gesamtschulen sind große Systeme, in denen sich mein Kind sich nicht zurecht findet.

Richtig ist:

Vom ersten Tag an freuen sich die Kinder über die vielfältigen Möglichkeiten einer Gesamtschule. Schon nach einigen Tagen haben sie das System durchschaut. Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich zunächst an der Klasse und dem Jahrgang. Gerade die Gesamtschule in Kirchlengern ist mit drei Parallelklassen eine äußerst überschaubare Einheit.

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Vorurteil:
Gesamtschulen verstärken Unsicherheit und Stress.

Richtig ist:

Gesamtschülerinnen und -schüler gehen gern zur Schule. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen stellen bei Gesamtschülerinnen und -schülern mehr Lernfreude fest. Die Schulangst ist wesentlich geringer als im vertikal gegliederten Schulwesen. Die Erfahrung, dass sehr gute Grundschülerinnen und Grundschüler am Ende des 6. Schuljahres Schwierigkeiten haben, in die Klasse 7 versetzt zu werden, bleibt Gesamtschülerinnen und -schülern erspart. Der Wechsel von einem Erweite-rungskurs in einen Grundkurs ist mit weniger Nachteilen verbunden als die Wiederholung einer Klasse oder gar der notwendig werdende Wechsel in eine andere Schulform. Außerdem besteht die Möglichkeit, bei entsprechenden Leistungen wieder in den Erweiterungskurs aufzusteigen. Nach unseren Erfahrungen wirkt das Kurssystem motivierend.

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Vorurteil:
Gesamtschülerinnen und -schüler haben schlechtere Chancen bei der Lehrstellensuche.

Richtig ist:

Die landesweit erhobenen Daten über die Vermittlung in Lehrstellen zeigen keinerlei Hinweise auf Benachteiligungen von Gesamtschülerinnen und -schülern. Die Gesamtschulen geben sich besondere Mühe bei der Berufsvorbereitung und der Vorbereitung auf weitere Schullaufbahnen in der Sekundarstufe II.

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Vorurteil:
Das Gesamtschulabitur ist weniger wert als das Abitur an Gymnasien.

Richtig ist:

Die Oberstufe der Gesamtschule hat dieselben Richtlinien und die gleiche Schulaufsicht wie die Gymnasien. Abiturientinnen und Abiturienten der Gesamtschulen haben die gleichen Erfolge im Beruf und im Studium wie die anderer Schulen.
Ab dem Schuljahr 06/07 gibt es in NRW das Zentralabitur. Das Abitur wird also an allen Schulen mit denselben Prüfungsaufgaben erreicht.

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